FAQs

FAQ – oft gestellte Fragen

Was ist denn eigentlich eine Solawi?

In einer Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) finanziert eine Gruppe von Menschen einen Hof und teilt sich die Ernte. Bei wichtigen Entscheidungen dürfen alle mitbestimmen.

Die Mitglieder verpflichten sich ein Jahr lang alle Lebensmittel abzunehmen, die produziert werden. Diejenigen, die auf dem Hof arbeiten, können dadurch langfristiger und ökologischer planen und werden fair entlohnt. Die Mitglieder sind auch untereinander solidarisch: alle entscheiden selbst und anonym, wie viel sie bezahlen können und wollen. Die Ernte wird wöchentlich an verschiedene Abholstellen (Depots) in der Nachbarschaft geliefert.

Wer möchte, kann mithelfen und dabei den Hof und andere Mitglieder kennenlernen (siehe auch: mitgärtnern‚).

Was wollen wir ernten?

Im Jahr 2018 bauen wir an: Gurken, Bohnen, Zuckerbsen, Paprika, Tomaten, Zuckermais, Kürbis, Zucchini, Fenchel, Knollen- und Staudensellerie, Kohlrabi, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Kartoffeln, Radieschen, Möhren, Steckrüben, Lauch, Lauchzwiebeln, Zwiebeln, Mangold, Grünkohl, Kopfsalat, Schnitt- und Asia-Salat, Endivien, Rucola, Feldsalat, Spinat, Brokkoli, Rosenkohl, Rot- und Weißkohl, Wirsing, Rote Bete und verschiedene Kräuter.

Radieschenernte (Anfang Mai 2018)

 

Bis wann kann ich mitmachen?

Bis voraussichtlich Ende März/Anfang April des jeweiligen Jahres. Da wir aber nur eine begrenzte Anzahl Menschen mit Gemüse versorgen können, empfielt es sich, dass Du Dich so bald wie möglich anmeldest. Sobald alle Anteile vergeben sind, wird die Anmeldung geschlossen. Danach kannst Du Dich auf eine Warteliste setzen lassen.

FAQ  –   Rechtsform & Mitgliederversammlung (MV)   (MV am 14. Mai 2018)

Warum eine Mitgliederversammlung?

Die Solawi Wilhelmsburg ist kein eigener Verein. Wie bei unserer großen „Bieter*innen-Runde“ im Januar bei Minitopia berichtet, schließen wir uns der Solawi Nordheide an, die es schon seit 2015 gibt. Das hat den großen Vorteil, dass alle Strukturen vorhanden sind und wir uns in unserem ersten Jahr vor allem erst mal nur um die Depots kümmern müssen.

Die Solawi Nordheide ist vor dem Gesetz ein nicht-eingetragener Verein (=> Welche Rechtsform hat die Solawi?) und muss daher jedes Jahr eine Mitgliederversammlung (MV) einberufen.

Wer ist zur Mitgliederversammlung eingeladen?

Alle Solawi-Mitglieder. Aufgrund der besonderen regionalen Struktur unserer Solawi gab es im Mai 2018 drei Mitgliederversammlungen, die via Skype miteinander verbunden waren: Eine in Buchholz, eine in Buxtehude und eine hier bei uns in Wilhelmsburg bei Minitopia. Ziel war, damit möglichst vielen Solawistas die Möglichkeit einer wohnortnahen Teilnahme zu geben.

Was passiert auf der Mitgliederversammlung?

Auf der MV wird der Jahresbericht des jeweiligen vergangenen Wirtschaftsjahres (beginnend am 1. April, endend am 31. März) vorgestellt, die Kassenprüfer*innen berichten und der alte Vorstand wird entlastet. Gewählt wird dann der neue Vorstand.  Im Anschluss wird der Kooperationsvertrag vorgestellt, beschlossen (ggf. in abgeänderter Form) und der Vorstand beauftragt, diesen mit der ‚Solidar-Hof Nordheide KG‘ als Produktionsbetrieb abzuschließen (siehe auch unten: ‚Welche Struktur hat die Solawi?).

Des weiteren nehmen wir uns – nach der Erledigung der „Formalia“ und nach dem Ende der Skype-Konferenz – Zeit uns gegenseitig kennenzulernen, Fragen zu beantworten, Anregungen entgegenzunehmen, uns auszutauschen.

Welche Rechtsform hat die Solawi?

Die Solawi ist als Gesamthandsgemeinschaft (GHG) in einem nicht-eingetragenen Verein organisiert. Das hat vor allem haftungsrechtliche Gründe: Wenn mehrere Personen einem gleichen Interesse nachgehen, so gelten sie vor dem Gesetz als GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts). In einer GbR haftet jede und jeder voll für die Gemeinschaft. Bei einer GHG haftet jeder Teilnehmer*in nur mit seiner Einlage.

Die Satzung ist so gestaltet, dass keine Einzelperson Zugriff auf das Vermögen hat. Vertretungsberechtigt ist der Vorstand, aber es müssen immer zwei Personen zeichnen. Der Vorstand der Solawi Nordheide besteht aus 1. Vorsitzende*r, 2. Vorsitzende*r, 1. Kassierer*in und 2. Kassierer*in und wurde im Mai 2018 auf zwei Jahre gewählt. Weiterhin wurden zwei Kassenprüfer*innen benannt.

Welche Struktur hat die Solawi?

Unsere Solawi ist eine Gesamthandsgemeinschaft (GHG), die intern in die drei Gruppen Nordheide, Buxtehude und Hamburg-Wilhelmsburg unterteilt ist. Die Unterteilung ist deshalb sinnvoll, weil wir gemeinsam gut 900 Leute sind, was die Bildung einer Gemeinschaft ziemlich erschwert. Denn neben dem solidarischen Produzieren und Verteilen von Lebensmitteln geht es uns auch darum, durch gemeinsames Kochen, Ackern, Einmachen, durch Veranstaltungen und viele andere Aktivitäten Vertrauen aufzubauen und nachbarschaftliche Netzwerke entstehen zu lassen.

Der eigentliche Gemüse-Anbaubetrieb ist die Kommanditgesellschaft ‚Solidar-Hof Nordheide KG‘. Diese hat auch die Gärtner*innen angestellt, die Pflanzen gekauft, den Acker gepachtet und stellt die Logistik. All diese Leistungen wurden bei unserem Januar-Treffen bei Minitopia in Form des Wirtschaftsplans vorgestellt.

Die Gesamt-Solawi beauftragt nun ihren Vorstand, einen Kooperationsvertrag mit der ‚Solidar-Hof Nordheide KG‘ abzuschließen, in dem festgeschrieben wird, dass die Solawi die Kosten des Gemüseanbaus wie im wirtschaftsplan beschrieben trägt und ihren Mitgliedern im Gegenzug die gesamte Ernte zur Verfügung stellt.


FAQs zur Gemüseabholung

Wo kann ich das Gemüse abholen?

Es gibt mehrere Abholstationen, auch ‚Depots‘ genannt.

In Wilhelmsburg wird es dieses Jahr drei Depots geben. Zwei kleinere werden bei  Minitopia und Deichgrün (Bioladen) eingerichtet. Für ein größeres Depot im Reiherstieg-Viertel (wo viele unserer Mitglieder wohnen) suchen wir aktuell wieder nach einer dauerhaften Lösung. Entweder finden wir noch einen Bauplatz für das ursprünglich geplante Stroh-Lehm-Haus oder einen anderen Ort.

Weitere Depots wurden in Harburg sowie nördlich der Elbe in Hohenfelde und St. Pauli eingerichtet.

Tipps zu möglichen Depotorten bzw. Bauplätzen für das Stroh-Lehm-Haus im Reiherstieg-Viertel sind aktuell noch willkommen! Grundsätzlich eignet sich übrigens jeder Raum  – Keller, Garage, Carport, Flur, Ladenlokal, etc – sofern es dort im Sommer nicht zu warm wird und es keine direkte Sonneneinstrahlung gibt. Im Winter sollte der Raum frostfrei sein.

Wann kann ich das Gemüse abholen?

Von Mai bis Februar gibt es jeden Freitag Gemüse. Die Abholstellen (Depots) haben unterschiedliche Öffnungszeiten:

Reiherstieg-Depot : bis auf weiteres immer freitags von 17 bis 20 Uhr (wer da nicht kann, kann Samstag/Sonntag bei Minitopia abholen). Mittelfristig wird eine Abholung ab Freitag, ca. 17.30 jederzeit per Zahlenschloss möglich sein.

Deichgrün-Depot (Kurt-Emmerich-Platz 2) : freitags, 16-20 Uhr; samstags 8-16 Uhr.

Minitopia-Depot (Georg-Wilhelm-Str. 322) : samstags und sonntags je 13-19 Uhr, mittelfristig rund um die Uhr per Zahlenschloss.

Wieviel Gemüse bekomme ich pro Woche?

Die Anteile sind so zusammengestellt, dass eine erwachsene Person, die sich durchschnittlich ernährt, damit während der Haupterntezeit (Sommer und Herbst) mit Gemüse ‚vollversorgt‘ sein sollte. Jahreszeitlich bedingt wird es im Sommer und im Herbst verhältnismäßig mehr Gemüse geben (bis zu 10 Sorten), und im Februar/März weniger, und dann vor allem Wintergemüse wie Karotten, Wintersalat, Kohl, Rote Beete und eher etwa 4 Sorten. Ende März und in den ersten Wochen im April wird es wahrscheinlich auch mal nichts oder kaum etwas geben, denn dann ist auch das Lagergemüse verbraucht und gibt es noch keine neue Ernte. Darauf muss man sich einstellen!

Salaternte

Wir wollen aber langfristig mehr Lagergemüse anbauen, den Winter- /Frühjahrsanbau optimieren und Gemüse haltbar machen, so dass das frühe Frühjahr weniger mager ausfällt.

Was ist, wenn ich im Urlaub bin?

Erhol Dich gut!

Entweder schickst Du jemanden der/die das Gemüse statt deiner abholt (z.B. die Person, die Deine Blumen gießt oder die Katze füttert). Oder Du sprichst Dich mit einem/r der anderen Solawistas in Deinem Depot ab und der/diejenige nimmt Deinen Anteil mit.